Sonntag, 8. Februar 2015

Die Legalisierung von Cannabis

...der Titel dröhnt wohl alle Kiffer dieser Welt da draußen, als wäre es ein high machender Partyslogan schon seit Jahrzehnten. Werdet stoned for ever! Das System, von welchem man bisher gefickt wurde, will Dich ficken - und das nur, weil Du es geschafft hast das System mit den eigenen Waffen zu ficken. Denkst DU (in einem Land Lebender, in welchem der Verkauf und Kosum bereits dekriminalisiert wurde!).

Und was haben wir davon? WIR haben den strapazierenden Drogentourismus und täuschen, wie ganzkörpertourettgeplagte Fastschonkriminelle alle Beamten, die unterwegs zurück in die Heimat uns versuchen aufzuhalten. "Aber natürlich, Officer. Selbstverständlich, Officer. Wir haben rein gar nichts dabei, Herr Officer. Im wahrsten Sinne des Wortes!" Woher soll man schon wissen, ob das Zeuch wirklich so rein ist, wie man denkt bzw. es Dir gesagt wird! "Und der Karton voller Seife? Achso, der. Ist doch klar: ich will sauber bleiben!".

Ganz so, wie es scheint, also dem Anschein nach, stehen wir unmittelbar vor der Legalisierung von Cannabis in weiteren Teilen Europas. Dem totalen 'Legalize it' auf EU Ebene. Anscheinend... Nach laschen Gesetzen, die bereits einige Jahre in Ländern Europas, wie z.B. Holland, Tschechien oder Portugal galten und eine Dekriminalisierung (nach erfolgter Kriminalisierung in Anno XYZ) von Cannabis, sowie anderen Drogen mit sich brachte, kommt es zu einem Effekt mit dem wohl Jeder gerechnet hat: einerseits ein Aufatmen in der Gemeinde der Enduser. Endlich die Freiheit sich einen Spliff oder ein Köpfchen allerfeinstes, qualitativ angebautes Marihuana zu rauchen ohne dabei an die verheerenden Folgen der Kriminalisierung zu denken oder zu achten. Den Schmerzgeplagten, den Epileptikern, den Appetitlosen und alle anderen Cholerikern mit grauem Starr sei so verdammt gut geholfen! Auch den verlorenen Seelen der Süchtigen und den sich bisher Tarnenden sei es vereinfacht. Ein Stein fällt uns vom Herzen!

Andererseits ein Aufstöhnen seitens der Regierung: die ganzen Verwirrten, die nun folgen werden! OMG! Kosten für Psychiatrie werden rapide steigen, Prävention ist dann direkt von Nöten und die Regierungen, wie aktuell in Colorado USA heulen jetzt schon, dass die extrem hohen Einnahmen von Steuern definitiv nicht ausreichen werden. Sie füllen Becken an salzigen Tränen und heucheln vor, dass alles schlechter wird, dass Preise von Grundstücken nebst Coffeshops und Dispensaries fallen werden, es zu weiterer Kriminalität kommen wird, bla bla bla. Was jedoch klammheimlich eintritt ist das absolute Gegenteil: durch den sagen wir mal unschönen Nebeneffekt des Drogentourismus kommt es dazu, dass Grundstückspreise steigen, gerade in der Nähe von Dispensaries, wie am Beispiel von Colorado gezeigt: Eine Kriminalitätsquote, die rapide sinkt und nicht steigt, allein schon durch den Wegfall von Behörden, die bisher den Vertrieb von Cannabis aufhalten sollten. Weniger überfüllte Gefängnisse. Und die Touris, die dann kommen und den neuen Markt stürmen, sind nicht unbedingt die Jüngeren. Es sind auch die Älteren von uns. Diejenigen unserer Gesellschaft, die schon vielleicht in den 60ern oder 70ern eine Tüte in ihren Händen hielten oder womöglich selber in Komunen lebend, mit 'nem Wischmopp im Gesicht, noch den Traum von Freiheit propagierend die Welt verändern wollten und heute ihr Wissen oder ihre Erfahrung erweitern möchten. Solche, die ggf. unsere (Um)Welt aktiv verändern in ihrem Alter. Neuzeithippies, Urgesteine vermischt mit dem jungen, mittlerweile ergrauten Technovolk. Weltverbesserer, jung und alt.

Und wie? Durch Bewusstseinserweiterung im schlimmsten Fall. Und das hat bis heute nun wirklich Niemanden geschadet, Leute! Mein Gott, worauf warten wir eigentlich noch? Ist es der Stock im Arsch der Konservativen in Europa oder womöglich die wie immer unbegründete Angst vor dem Neuen, dem Unbekannten? Vieles sollten wir hinter uns lassen und die neue Zeit einläuten, in der wir unsere psychischen Wunden, die wir uns selbst zugefügt haben nicht heilen, aber wenigstens den daraus resultierenden Schmerz genussvoll lindern. Wunden durch Technologisierung, exponentielles Wachstum der Wirtschaft und der damit verbundenen Gier der Konzerne, welche sich auf den kleinen Mann bzw. die kleine Frau in unserer Gesellschaft auswirkt. Wunden aus der unaufhaltsamen, krankmachenden Schnelllebigkeit der Menschheit, bei der immerzu das Entschleunigen zum absoluten Luxus wird. Und an der Stelle hilft uns eben eine weiche Droge, wie Cannabis, die vielleicht nicht einmal ein Millionstel der Drogentoten seit den Anfängen der Erfassung dieser Daten ausmacht, wie es z.B. bei Alkohol und Zigaretten der Fall ist.

Warum ich mir da so verdammt sicher bin? Weil ich probiert habe. Weil ich ein Believer bin. Und weil ich Jedem auf der Strasse, der einen Stock im Arsch hat, raten würde sich zu entspannen, zu relaxen, sich eine Tüte oder 'ne Lufa am Abend zu barzen und endlich die Fresse zu halten. Wenn Ihr dann merkt, was mit einem passiert, werdet Ihr ganz anders denken und vielleicht, aber auch wirklich nur VIELLEICHT kommen wir so Weltfrieden ein Stückchen näher...

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