Das Opfer windet sich in seinen eigenen verbalen Ausdünstungen. Es dreht sich und dreht sich und schmeckt dabei den Geschmack seines eigenen Blutes.
Das Opfer schreit am lautesten, denn es beißt sich dabei ständig selber auf die Zunge.
Das Opfer redet und redet, es spinnt seine eigenen Theorien und verbreitet es im Volk als bare Münze. Es wird gehört, benannt, verbannt, Wörter werden verdreht.
Das Opfer legt keine großen Werte auf große Werte. Schließlich ist es ein wertloses Opfer. Das Leben ist wertvoll, auch des Opfers. Ob es aber gottgewollt gelebt wird, das kann nur das Opfer entscheiden. Zwar wird es vom Opfer geschätzt, doch in den Augen Vieler verlebt.
Das Opfer vermag eines großen eigenen Opfers, doch dieses ist seit Jahren in dieser Gesellschaft nicht mehr gewünscht. Wenn die Gesellschaft wertlos für das Opfer erscheint, so ist dies eine Wertschätzung für das Opfer im direkten, inneren Vergleich des Opfers. Es fühlt sich so besser.
Was das Opfer nicht weiß: keiner beachtet es in seinem Hass. Keiner bekennt dessen Theorien, nur wenige Opfer kennen diese. Keiner sieht das Blut, keiner verfolgt ein großes Opfer, ein großes Opfer ist hier nicht nötig. Die Gesellschaft benötigt keins.
Deshalb spuckt das Opfer weiterhin Geifer und Blut und ist nur für sich das Opfer. Keine Manie, kein Ärger, kein Frust und Verderben, wir können weiter machen, so weiter leben - die Erde wird nicht stehen bleiben!
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